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Samstag, 7. November 2009

Erstklassige Rechte statt letztklassiges Gesetz

EIN AUFRUF ZU WIDERSTAND UND DEMONSTRATION


Marco Schreuder von den Grünen Andersrum hat gebloggt:


Warum Widerstand gegen Demütigung jetzt so wichtig ist. Die Demo am 13.11. und eine Entgegnung an die HOSI Wien.

Am Freitag, den 13. November, um 15 Uhr vor dem Parlament, werden über 50 lesbisch-schwule-transgender Initiativen, Vereine, Lokale und engagierte Privatpersonen zur Demo aufrufen, um für eine völlige Gleichstellung ihrer Partner_innenschaften zu demonstrieren und um deutlich zu unterstreichen, dass sie sich nicht demütigen und als Menschen zweiter Klasse diskriminieren lassen möchten. Dies geschieht in der aktuellen und heißen Diskussion rund um die Eingetragene PartnerInnenschaft (EP). Eine Website mit allen Unterstützer_innen gibt es hier.


Hintergrund: Die Bundesregierung wird wohl bald eine EP beschließen, die in vielen Bereichen eine deutliche Abweichung des für Heterosexuellen gültigen Eherechts beinhaltet und eine Eintragung vorsieht, die nicht das Standesamt sein wird, sondern das Magistratische Bezirksamt bzw. die Bezirkshauptmannschaft (siehe diesen Blogbeitrag). Zudem gibt es sogar erhebliche Rückschritte, etwa den ausdrücklichen Verbot der Stiefkindadoption und explizit Verbote im Fortpflanzungs-Medizinrecht. Gestern habe ich für die Grünen Andersrum daher gemeinsam mit Justizsprecher Albert Steinhauser und Helmut Graupner vom Rechtskomitee Lambda eine Pressekonferenz abgehalten, in denen wir die diskriminierenden Punkte herausstrichen (siehe hier).


Welche weiteren Rechtsbereiche außerhalb des Justizbereichs gleichgestellt werden (vom Fremdenrecht bis zur Mitversicherung, vom Steuerrecht bis zur Witwer/Witmen-Pension, usw.), wissen wir alle noch nicht (außer offensichtlich die HOSI Wien, die hier bereits über Entwürfe verfügen dürfte, die erstaunlicherweise anderen NGOs, die noch vor Monaten in einer interministeriellen Arbeitsgruppe mit arbeiteten, vorenthalten wird. Offensichtlich braucht man das richtige Parteibüchl, um Infos zu bekommen. Wer unbequem und unabhängig agiert bekommt gar nichts). Trotzdem: Hier darf man noch hoffen, dass es zu umfassender Gleichstellung kommt. Die Hoffnung stirbt bekanntlich immer zuletzt.


Eine lesbisch-schwule NGO ist der Meinung, dass demonstrieren jetzt keinen Sinn macht und meint, man soll zufrieden sein, dass es überhaupt etwas gibt. Ja, es könne sogar ein ganz gutes Partnerschaftsgesetz werden: Die HOSI Wien wird nicht mit aufrufen.


Ich teile folgende Meinung mit der HOSI Wien: Ja, wir dürfen hoffen, dass es zu umfassenden Gleichstellungen in allen Materiengesetzen kommt. Ja, es könnte ein Fortschritt sein, vielleicht sogar mehr als erwartet.


Allerdings unterscheidet sich meine Ansicht in einem Bereich ganz erheblich: Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Lesben, Schwule und Transgender sich JETZT zu Wort melden müssen! Ich finde es sehr entscheidend, JETZT klar zu signalisieren: Wir wollen kein eigenes Sondergesetz, sondern die völlige Gleichstellung. Wir wollen keinen Kompromiss, sondern die völlige staatliche Akzeptanz. Wir wollen nicht etwas Anderes, sondern das Gleiche. Es ist an der Zeit, vollwertig in der Gesellschaft angekommen zu sein, und nicht ein Sonderfall mit Sondergesetz.


Warum?


Wer jetzt zufrieden ist, wird sich nachher nicht gegen rechtliche Diskriminierungen, gesetzlich festgeschriebene Verbote oder Eintragung in einem Besenkammerl wehren können. Wenn wir jetzt signalisieren, dass wir eh froh sind, dass etwas kommt, können wir nachher nicht das, einfordern, um was es aber hauptsächlich geht: Völlige Gleichbehandlung und diskriminierungsfreie Gesetze.


Daher ist es so wichtig, dass sich Lesben, Schwule und Transgender JETZT zu Wort melden. Würden wir alle so agieren, wie die HOSI Wien, könnten wir nachher schwer weiter einfordern, was für eine völlige Gleichstellung notwendig ist. Denn dann wird's heißen: "Wieso? Ihr wart ja eh zufrieden mit dem Gesetz. Seid dankbar. Jetzt gebt's endlich eine Ruhe!"


Die VP-Bürgermeister und die letzten Mohikaner der Schüssel-Ära, die immer noch im Nationalrat sitzen und für die heiratende Lesben und Schwule offensichtlich das Schlimmste ist, was es gibt, müssen einfach wissen und zu hören bekommen, dass, wenn sie jetzt das Standesamt nicht öffnen und gegen eine kompromisslose Gleichstellung sind, sie keine Ruhe vor uns haben werden, dass wir weiter laut und deutlich unsere Forderungen einfordern und - wenn möglich - auch einklagen werden! Und Richtung Regierungspartei SPÖ muss an deren jahrelangen Versprechungen erinnert werden.


Daher: JETZT demonstrieren, JETZT artikulieren, worum es geht, BEVOR die Gesetze beschlossen werden. Am 13.11. um 15 Uhr vor dem Parlament!

Samstag, 31. Oktober 2009

Eingetragene PArtnerschaft in Österreich ? Apartheid Kurs der Regierung !!

Lesben und Schwule werden verhöhnt - der Gestzesentwurf sieht vor, daß es explizit KEINEN Festakt am Standesamt geben soll, sondern am Bezirkaamt oder ähnliches eine ensprechende Vereinbarung unterfertigt werden kann: Das Standsamt bleibt uns verwehrt...Sowieso sind wir Schlußlicht in der EU dieses Thema betreffend...Ich bin entsetzt.
Und bin ziemlich zornig.........

Was meint Ihr dazu ?

Hier ein Bericht aus gaynet.at:
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Das Justizministerium hat den Gesetzesentwurf für die eingetragene Partnerschaft homosexueller Paare fertig. Inhaltlich ein Skandal: wir bleiben auch 2010 Menschen zweiter Klasse!

Der Entwurf liegt nun bei den Ministerien, die in ihrem Bereich notwendige Gesetzesanpassungen überprüfen. Die Materiengesetze betreffen hauptsächlich Innen-, Sozial- und Finanzministerium. Wo es überhaupt Änderungsbedarf gibt, wisse man derzeit noch nicht, hieß es. Doch schon am 17.11. soll alles gemeinsam im Ministerrat beschlossen und am 3.12. im Justizausschuss abgesegnet werden. Ab 1.1.2010 wäre dann das Gesetz in Kraft.

Die wichtigsten Punkte:

- keine Zeremonie am Standesamt
- Registrierung bei Bezirksamt bzw. Bezirkshauptmannschaft
- keine Zeremonie bei Registrierung
- kein gemeinsamer Name
- kein Adoptionsrecht

Aus den vollmundigen Versprechen beider Regierungsparteien, Österreich an europäische Standards heranzuführen, wird also nichts. Die SPÖ versprach »Gleich viel Recht für gleich viel Liebe – Eheöffnung jetzt« und ÖVP stellte nach der Perspektivengruppe Josef Prölls einen "Zivilpakt nach Schweizer Modell in Aussicht". Der jetzt vorliegende "Kompromiss" würde Österreich das schwächste PartnerInnenschaftsgesetz Europas bringen, wenn er tatsächlich beschlossen werden sollte.

----------------------------------------------------------------------------------------------------ende

Die SPÖ versucht etwas lahm, einen Konsens zu finden(Bericht aus orf.at)

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Der lange erwartete Entwurf des Justizministeriums für die eingetragene Partnerschaft homosexueller Paare ist vorerst fertig. Er wurde am Samstag den zuständigen Ministerien übermittelt. Ein Festakt am Standesamt ist darin jedoch nicht vorgesehen. Die Partnerschaften sollen auf den Bezirkshauptmannschaften beziehungsweise den Magistraten geschlossen werden.

Doch genau deswegen will die SPÖ dem Entwurf in seiner derzeitigen Form noch nicht zustimmen, wie Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) sagte. Die Frauenministerin zeigte sich verwundert, dass der Entwurf in dieser Form überhaupt an die Öffentlichkeit gelangt sei, denn es gebe noch offene Punkte.

Antrag beim Landeshauptmann?

Im Entwurf von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner bleibt das Standesamt den gleichgeschlechtlichen Paaren - zum Ärger der Interessensvertreter - verwehrt, die Eintragung soll auf den Bezirkshauptmannschaften bzw. in den Städten am Magistrat geschehen. Heinisch-Hosek machte jedoch einen Kompromissvorschlag, wonach Bürgermeister mit einem Antrag beim Landeshauptmann doch noch eine "schöne Zeremonie" am Standesamt ermöglichen sollen können.

Das sei auch für die Vertreter der Betroffenen etwas, "womit sie leben können", sagte Heinisch-Hosek, bestritt aber nicht, dass auch dadurch keine völlige Gleichstellung gegeben sei. Mehr sei mit dem Koalitionspartner ÖVP derzeit allerdings nicht drinnen. Sie stellte aber Nachbesserungen in Aussicht.

Beschluss noch im November?

Am Zeitplan - Beschluss im Ministerrat am 17. November - hält die Ministerin aber fest. Die nächsten Tage will sie für Gespräche mit der Volkspartei nutzen. Heinisch-Hosek bemängelte auch, dass Bandion-Ortner einen Entwurf nur für den Justizbereich und kein Gesamtpaket erarbeitet habe. Daher sei "das letzte Wort noch nicht gesprochen", so die Frauenministerin.

Etliche Gesetzesänderungen

Der fertige Entwurf geht nun unter anderen an Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und das Finanzministerium. Um die eingetragenen Partnerschaften auch wirklich umsetzen zu können, müssen nämlich auch zahlreiche materielle Gesetzesänderungen vorgenommen werden, etwa die Ergänzung des Angehörigenbegriffs des "Ehegatten/in" um den Begriff "eingetragener Partner/in".

Die Änderungen betreffen zahlreiche Gesetze, im Sozialbereich etwa das Allgemeine und das Bauernsozialversicherungsgesetz, das Arbeitslosenversicherungsgesetz, das Ausländerbeschäftigungsgesetz und das Verbrechensopfergesetz. Im Innenressort werden alle Gesetze überprüft - vom Passgesetz über Fremden- bis hin zu den Asylgesetzen. Wo es tatsächlich Änderungsbedarf gibt, wisse man derzeit noch nicht, hieß es.

Standesbeamte für Zeremonie

Der Fachverband der österreichischen Standesbeamten hatte sich auf seiner Tagung Mitte Oktober noch für eine festliche Zeremonie auf den Standesämtern ausgesprochen.

Österreich ist eines der letzten Länder Westeuropas, das eine eingetragene Partnerschaft für gleichgeschlechtliche Paare bisher nicht im Gesetzesrahmen verankert hatte.

Montag, 6. Juli 2009

Regenbogenparade 2009

Nachdem die schmerzenden Glieder bis Samstag 4. juli des morgens weitgehend geheilt waren, sammelten wir uns - 13 Bikerinnen - am Stubernring, um uns für DAS Ereignis des Wochenendes vorzubereiten.
Nein nicht der Amerikanische Unabhängigkeitstag.
Sondern die Regenbogenparade, die bekanntlich "andersrum" den Ring entlang geführt wird. Und wir, ja wir, die Dykes on Bikes, holen traditionell die Parade ab....

Um 14 Uhr gins los...hupend fuhren wir langsam dem Tor entgegen wo der erste Truck schon wartete und mit einer großen Linkskurve reihten wir uns vor dem HOSI Truck ein - eine Vielzahl von Menschen erwartete uns schon....es war ein geiles Gefühl....

Bei strahlendem Sonnenschein gins nun in 3 Stunden einmal gegen die Richtung um den Ring herum bis zum Schwarzenbergplatz - einmal mehr bekräftigten wir mit der Parade unsere Forderung nach Gleichstellung in Ehe und Partnerschaft und mit dem Motto "40 Jahre Stonewall" gedachte man dem Aufstand von Schwulen, Lesben und Transgender 1969 gegen Polizeigewalt, aus dem dann die politische Schwulen- und Lesbenbewegung entstanden ist.

Es war eine stimmungsvolle und tolle Parade - und es ist ein tolles Gefühl mitten drin und dabei zu sein..

Hier nun ein paar Fotolinks:

http://www.artista.at
http://chris.waikikidesign.com
http://mysistersnameisfrank.at
http://photobasis.net
http://www.pictureproducts.at bzw. www.pressewien.at
http://www.GuSaFo.to
http://www.geri.at
http://www.pbase.com
http://www.fynf.at
http://www.szene1.at
http://www.red-zone.at
http://gallery.var.at
http://www.dasbiber.at/content/regenbogenparade-04.07.2009-die-bilder
http://gallery.var.at/g2/main.php/v/Feste2009/Regenbogenparade2009/
http://www.steinbergers.net/msnif/website/galerie/2009-07-04_Regenbogenparade/index.html
http://www1.netzwerklabor.at/gallery/view_album.php?set_albumName=parade2009
http://diestandard.at/fs/1246541383913/Regenbogenparade-Heissgelaufen
http://thinkoutsideyourbox.wordpress.com/2009/07/04/regenbogenparade-2009-in-bilder/
http://www.gaywien.at/eventbilder/category/94-regenbogenparade-2009-teil-1.html
http://www.puls4.com
http://www.fotoevent.tk
http://piks.at/regenbogenparade_wien.php
http://www.photobymm.com
http://premiumPIX.net
http://www.rainbow-parade.blogspot.com
http://www.fotoma.com
http://regenbogenparade-2009.com/
http://www.foto-schabetberger.com
http://regenbogen.go-inside.at/
http://picasaweb.google.com/jarogy/RegenbogenParadeWien2009?feat=directlink#
http://www.mrphotography.at
http://www.skyvision.at
http://www.flickr.com/groups/regenbogenparade09/
http://www.FetishPoint.at

Freitag, 6. Februar 2009

Wir heissen euch hoffen

heißt schon ein Buchtitel von Johannes M. Simmel.
Folgende Aussendung der Hosi-Wien läßt mich genau dieses..
Wenn ich allerdings darüber nachdenke, daß Österreich, was dieses Thema anbelangt, absolutes Schlußlicht in der EU ist, werde ich ziemlich knurrig....
Aber ich bleibe beim Hoffen ......

Medienaussendung der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien vom 6. Februar 2009 :

HOSI-Wien-Delegation bei ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger

„ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger empfing Donnerstag Vormittag eine dreiköpfige Delegation der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien zu einem ausführlichen Gespräch, bei dem es einmal mehr um die Umsetzung unserer langjährigen Forderung nach Schaffung einer Eingetragenen Partnerschaft für Lesben und Schwule ging“, berichtet HOSI-Wien-Obmann Christian Högl.

„Kaltenegger verwies auf den noch immer laufenden Diskussionsprozess innerhalb seiner Partei, zeigte sich aber zuversichtlich, dass dieses Projekt noch vor Jahresende umgesetzt wird“, ergänzt Vorstandsmitglied Jona Solomon, „wobei wir nachdrücklich betonten, dass wir eine substantielle Lösung erwarten, wozu unbedingt die Eintragung am Standesamt und auch die umfassende Gleichstellung bei Rechten und Pflichten gehören.“

„Das Gespräch fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt, und wir haben auch vereinbart, den offenen Dialog im Zuge der weiteren Umsetzung fortzuführen“, so Högl abschließend.

HINWEIS: Auf der Website-Abteilung
„Wir wollen heiraten!“ der HOSI Wien finden sich ausführliche Hintergrundinformationen sowie ein detaillierter Überblick über die Rechtslage in Europa.

Donnerstag, 25. September 2008

Die Szene

ist leider auch in Wien überschaubar und klein. Kennt man die EIne , kennt man auch die Andere. Trennt man sich und /oder wird verlassen und hat Ex jemanden Neuen, so kann man sicher sein, diese Neue zu kennen, weil diese zumindestens vom sehen einem bekannt ist und im Zweifel ist man sogar befreundet. Lernt man selber jemanden kennen, und freut sich über die neue Frau des Herzens, kannman ebenso sicher sein, daß eine der Freundinnen diese kennt... Wie auch immer: Dies macht mich unentspannt...und ist auch jetzt wieder passiert, daß eine Ex mit jemanden zusammengekommen ist, die ich auch kenne...mir ist das alles zu nah und die Möglichkeit, Dinge abzuschließen, verkleinert sich nachhaltig...

Freitag, 4. Juli 2008

Regenbogenparade 2008

Alle seelischen Widrigkeiten hindern mich nicht daran , am 12.7. 2008 mit den Dykes on Bikes die Parade anzuführen....zu diesem Behufe wird das Bike wieder geputzt, auf Hochglanz poliert und mit vielen Wimpeln geschmückt.....

Dienstag, 17. Juni 2008

Auf nach Kalifornien - Homoehen erlaubt !

DAS FINDE ICH GUT !!!!

(aber Hauptsache unsere bigotten, schwarz-blau-konservativen Herrschaften bekommen bei dem Thema Zustände und legen sich quer !!!)

Nach jahrelangem Rechtsstreit ist in Kalifornien am Montagnachmittag ein Grundsatzurteil in Kraft getreten, das gleichgeschlechtliche Eheschließungen erlaubt. Bereits wenige Minuten später wurden die ersten lesbischen Paare getraut. Unter den ersten, die unter Jubelrufen und Tränen den Bund fürs Leben schlossen, waren Robin Tyler und Diane Olson in Beverly Hills. Sie waren die ersten Klägerinnen in dem Prozess, der schließlich zur Aufhebung des Verbots der Homo-Ehe führte.

Um 17.00 Uhr Ortszeit (02.00 Uhr MESZ) trat das Gesetz in Kraft, wenige Minuten später erhielten Tyler und Olson im Gericht von Beverly Hills die erforderlichen Dokumente. Kurz darauf versprachen sie sich in einer traditionellen jüdischen Zeremonie unter strahlend blauem Himmel ewige Treue. "Nun ist sie wirklich meine Frau", jubelte die 66-jährige Tylor, während sie ihre frisch angetraute Ehefrau umarmte. Ohne Demonstrationen blieb die Zeremonie nicht: Rund 20 Gegner protestierten neben der Festgemeinschaft.

Zur gleichen Zeit, 600 Kilometer weiter nördlich in San Francisco traute Bürgermeister Gavin Newsom die 87-jährige Del Martin und die 83-jährige Phyllis Lyon, die schon 56 Jahre ohne Trauschein zusammengelebt haben. Das Paar hatte bereits 2004 für Schlagzeilen gesorgt, als es den Bund fürs Leben schloss, der später jedoch für illegal erklärt wurde. Insgesamt wollten am Montag nur rund zwei Dutzend schwule und lesbische Paare in ganz Kalifornien heiraten, wie die Los Angeles Times berichtete. Für Dienstag rechneten die Behörden mit einem Ansturm .

Verfassungswidrig

Den Weg für die gleichgeschlechtliche Eheschließung hatte das Oberste Gericht des größten US-Staates erst am 15. Mai freigemacht, als es nach einem jahrelangen Rechtsstreit das bisher gültige Verbot für verfassungswidrig erklärte. Nach Massachusetts an der Ostküste ist Kalifornien der zweite US-Staat, der Partnerschaften von Homosexuellen der Ehe zwischen Mann und Frau vollkommen gleichstellt. Einige weitere Staaten lassen inzwischen aber eingetragene Lebenspartnerschaften zu. Bürgerrechtler sowie Schwulen- und Lesbengruppen erhoffen sich von dem Urteil Signalwirkung für die gesamten USA.

In Kalifornien leben einer Studie zufolge 100.000 gleichgeschlechtliche Paare, von denen jedes zweite in den kommenden drei Jahren heiraten will. Kalifornien dürfte zudem ein Ziel für Hochzeitstouristen werden, da dort anders als in Massachusetts auch Homosexuelle aus anderen US-Staaten die Ringe tauschen dürfen. Anerkannt werden diese Ehen jedoch nur von den wenigsten anderen Staaten und auch die Regierung in Washington betrachtet sie als illegal. Die kalifornische Wirtschaft erhofft sich durch den Hochzeitstourismus in den nächsten drei Jahren jedenfalls Mehreinnahmen von 700 Millionen Dollar.

McCain und Obama gegen Homo-Ehe

In Kalifornien sammelten die Gegner der Homo-Ehe inzwischen genügend Unterschriften, um eine Volksabstimmung zu erwirken. Demnach stimmen die Wahlberechtigten am 4. November nicht nur über den künftigen US-Präsidenten ab, sondern auch darüber, ob ein Verbot der Homo-Ehe in der kalifornischen Verfassung verankert werden soll. Diese Frage sorgt zwischen den Präsidentschaftskandidaten John McCain und Barack Obama jedoch für keinen Zündstoff. Beide Kandidaten lehnen die Homo-Ehe ab, sind gleichzeitig aber auch gegen ein in der Verfassung verankertes Verbot.

Auch wenn das Thema zu den am schärfsten diskutierten Fragen der USA zählt, scheint die Bevölkerung in Kalifornien ihr gegenüber offener geworden zu sein. 52 Prozent der Einwohner sind dafür, dass sich Schwule und Lesben das Ja-Wort geben können, 41 Prozent dagegen.

(Quelle: Kurier)

Donnerstag, 12. Juni 2008

Regenbogenparade 2006

An diesem Abend kam ich im Juni 2006 nach Hause und wußte, ich muß was tun ..mehr denn je wurde mir bewußt, daß meine Neigung zu Frauen, welche wahrscheinlich immer schon latent vorhanden war, keine Eintagsfliege und momentane Erscheinung ist ( ich ja auch 3 Jahre mit N. zusammen gewesen bin.....)

So surfte ich spät nachts im Internet herum und suchte nach Gleichgesinnten, Möglichkeiten mich zu auszutauschen, Fragen zu stellen was auch immer: Und landete auf Rainbow, dem schwul-lesbischen Forum...setzte ein Posting ab, so in etwa mit diesem Inhalt: Wem gehe es noch so wie mir, sehr spät erst erkannt, daß man lesbisch sein, coming out in derfamilie und bei Freunden aber wie ?

Ich bekam Antworten, lernte einige Frauen kennen und machte meine ersten Schritte in der "Szene"...und Step by Step näherte ich mich auch der Selbstakzeptanz...

Heute bin ich soweit, daß ich mein Anderssein auch für mich angenommen habe - und damit lebe, und relativ offen lebe. Es wird also der Tag kommen, an dem alle meine Freunde und auch meine Familie dieses Anderssein kennenlernen werden.....

Geholfen haben mir viele Gespräche mit interssanten Frauen und das Bewußtsein nicht alleine zu sein !

Und auch heuer werde ich wieder ganz stolz und glücklich mit den anderen Mädels auf dem Bike der Regenbogenparade voranfahren

Sonntag, 19. August 2007

in/out

Das kommt öfters vor: Bist du geoutet ? lautet die Frage.
Jetzt mußt man sich das dann ungefähr wahrscheinlich so vorstellen, daß man gerade mit der p.t. Meschpoche beisammensitzt, und während sich die lieben nicht ausgesuchten, aber dafür umso mehr angeborenen Angehörigen das Schnitzel in den Schlund schieben (stückchenweise), so neben her sagt; Achja, was ich Euch noch sagen wollte: Ich bin lesbisch !

Schade um das Schnitzel, welches der/dem einen aus dem Mund fällt, abgesehen vom Ekelfaktor eines halbverdauten Stückes.

Jetzt sollte das aber dennoch keine großartige Sache sein, wenn man aber bedenkt , daß man knapp 40 Jahre sehr hetero in der Weltgeschichte herumgegangen ist, dann überlegt man sich dies doch: Die Inszenierung für die Familie!

Also habe ich meine Bagage noch nicht darüber in Kenntnis gesetzt, und warte noch immer auf den richtigen Moment...

Bei den Freunden schaut das ein bissi anders aus....weiß es eine/r, macht das trotz aller Diskretion bald einmal die Runde, der/die Nächste flüstert es weiter und somit erspart frau sich die dramolett-haftige Ankündigung, die operettenhaftig in Szene gesetzt sicher einen Kabarett-Faktor hätte.

Interessant ist, daß es Menschen gibt, die es zwar wissen/ahnen, aber es schneit eher in der Hölle, als daß sie mich fragen würden *kicher*

Spätestens seit ich auf der Regenbogenparade in Wien mit dem Bike mitgefahren bin, bin ich schon etwas "öffentlicher" geworden.

Aber keine Frage, es dauert seine Zeit bis man auch für sich selber klar ist, daß es ein bissi anders ist.......

Samstag, 18. August 2007

So , da wird alles da landen

was mir so einfällt zu meiner Identitätsfindung. Respektive Suche . Oder Veränderung. Anpassung.....ach was auch immer ;-)

WILLKOMMEN ZU VC´S WEBLOG

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